Der 'Zanker intimat' wurde in verschiedenen Ausführungen von den 60er Jahren bis weit in die 80er Jahre gebaut.
Es handelt sich um eine Waschkombination oder auch Waschbuffet genannt. Neben der Trommel zum Waschen und Spülen war im selben Gerät eine separate Wäscheschleuder untergebracht. Der Vorteil im Vergleich zu 2 einzelnen Geräte war, dass beim Umpacken der tropfnassen Wäsche in die Schleuder kein Wasser mehr auf den Boden tropfen konnte.

Im Vergleich zu den damals schon immer beliebter werdenden Vollautomaten, waren Waschkombinationen preisgünstiger. Heute klingt der Preis für die Zanker Intimat aus einem DM -Test von 1964 in Höhe von 1.270 DM allerdings wirklich 'astronomisch'. Außerdem war der Schleudergang bei den Vollautomaten damals noch relativ schwach (zwischen 300 und 700 U/min), so dass die Wäsche in der separaten Schleuder der Waschkombination erheblich trockener wurde.
Aufgrund der großen Abmessungen hatten die Geräte in den Haushalten meistens einen festen Platz in Küche, Badezimmer oder Waschküche.
Die Bedienung des 'Zanker intimat' erfolgt über die 'Vielfachautomatik' (dem beleuchteten Schalter in der Mitte).

Hier ein kleiner Auszug aus der Bedienungsanleitung:
'Das Wort "Vielfach" soll in Verbindung mit "Automatik" zum Ausdruck bringen, dass Sie vielfache automatische Programme einstellen können, ganz nach Wäschemenge, Gewebeart, Temperaturempfindlichkeit und Gewebefeinheit.'
Im Inneren dieses Schalter befindet sich der Temperaturwähler. Die 4 Kippschalter sind wie folgt belegt (von links):
Ein-Aus-Schalter
Zweigangschalter: Durch Kippen des Schalter wird ein Schongang der Trommel eingeschaltet,
Füllmengen-Schalter: Wahl der Wasserstands. Ein höherer Wasserstand speziell für Feinwäsche und Wolle (Original-Ton aus der Bedienungsanleitung: Reichlich-Wasserprogramm).
Schleuderschalter: Zum Einschalten der separaten Schleuder.
Der Intimat bietet für damaligen Verhältnisse eine große Vielfalt von Programmeinstellungen.
In den 80 er Jahren nahmen die meisten Hersteller die Waschkombinationen wegen der immer geringer werdenden Nachfrage aus dem Sortiment. Lediglich AEG baute den 'turnamat' noch bis in die späten 90 er für den niederländischen und norwegischen Markt.